Am 10. Januar 2026 ist Erich Anton Paul von Däniken gestorben.
Mit ihm geht eine der prägendsten Figuren der Präastronautik – nicht als Wissenschaftler im klassischen Sinn, sondern als jemand, der über Jahrzehnte hinweg Fragen gestellt hat, die viele sonst nicht laut gestellt hätten.
Dieser Text ist kein Lobgesang.
Er ist ein Rückblick. Persönlich, aber sachlich.
Und er erklärt, warum von Däniken und die Präastronautik bis heute Teil von Projekt Nordmark sind.
Ein Autor, der Fragen populär gemacht hat
Von Däniken hat kein neues Fachgebiet begründet.
Aber er hat ein bestehendes Gedankengebiet sichtbar gemacht.
Seine zentrale Frage war einfach formuliert:
Was, wenn bestimmte Mythen, Götterbilder und Überlieferungen auf reale Begegnungen zurückgehen?
Diese Idee war nicht neu.
Aber sie war neu so erzählt, dass sie ein breites Publikum erreicht hat.
Gerade deshalb war er umstritten.
Und gerade deshalb wirksam.
„Erinnerungen an die Zukunft“ – meine erste Begegnung mit Präastronautik
Ich habe Erinnerungen an die Zukunft als Jugendlicher gelesen.
Nicht im akademischen Kontext.
Nicht mit dem Anspruch, etwas zu überprüfen.
Sondern aus Neugier.
Das Buch hat mich damals sofort gepackt.
Nicht, weil es mich überzeugt hätte.
Sondern weil es einen Denkraum geöffnet hat.
Ich habe diese Themen regelrecht verschlungen:
Uralte Bauwerke, rätselhafte Darstellungen, technische Anmutungen in alten Kulturen.
Nicht als Beweisführung, sondern als Gedankenspiel.
Präastronautik war für mich nie „Das muss so gewesen sein“.
Sondern: Was, wenn es anders war, als wir es gelernt haben?
Diese Haltung ist geblieben.
Präastronautik – keine Beweise, aber starke Bilder
Ein häufiger Kritikpunkt an von Däniken ist berechtigt:
Viele seiner Thesen halten wissenschaftlicher Prüfung nicht stand.
Doch das greift zu kurz, wenn man seine Wirkung verstehen will.
Präastronautik funktioniert weniger über Beweise, sondern über Bilder:
- Wesen, die nicht menschlich wirken
- Flugobjekte in alten Darstellungen
- Götter, die kommen und gehen
- Wissen, das plötzlich da ist
Diese Motive tauchen weltweit auf.
Unabhängig voneinander.
Das macht sie kulturell interessant – auch dann, wenn man ihre Deutung offen lässt.
Warum Präastronautik bis heute relevant ist
Präastronautik ist kein abgeschlossenes Kapitel.
Sie hat sich gewandelt.
Heute begegnet sie uns in anderen Formen:
- UFO- und UAP-Diskussionen
- moderne Mythen rund um außerirdisches Leben
- Popkultur, Design, Kunst
Die Grundfrage bleibt dieselbe:
Sind wir wirklich der einzige Maßstab für Geschichte?
Von Däniken hat diese Frage nie beantwortet.
Er hat sie nur immer wieder gestellt.
Projekt Nordmark und der Zugang zur Präastronautik
Bei Projekt Nordmark ist Präastronautik kein Glaubenssystem.
Sie ist ein ästhetischer und gedanklicher Rahmen.
Die UFO- und Alien-Motive stehen nicht für Gewissheiten.
Sie stehen für Distanz zum Offensichtlichen.
Für das Infragestellen von linearen Erzählungen.
Für die Idee, dass Geschichte mehr sein könnte als eine geschlossene Akte.
Gerade visuell funktioniert das stark:
- klare, technische Formen
- Kontraste zwischen Antike und Moderne
- fremde Silhouetten in bekannten Landschaften
Diese Motive brauchen keine Erklärung.
Sie wirken über Assoziation.
Kritik gehört dazu
Präastronautik ohne Kritik wäre problematisch.
Auch das ist Teil der Einordnung.
Von Däniken wurde oft widerlegt, korrigiert oder überholt.
Das schmälert nicht seine Rolle als Impulsgeber.
Er hat nie im Elfenbeinturm gearbeitet.
Er hat Öffentlichkeit gesucht.
Und Diskussion provoziert.
Das allein unterscheidet ihn von vielen Randtheorien, die folgenlos bleiben.
Kein Abschluss, sondern ein Nachhall
Mit dem Tod von Erich von Däniken endet kein Themenfeld.
Aber eine prägende Stimme verstummt.
Seine Bücher haben Generationen erreicht.
Nicht, weil sie endgültige Antworten lieferten.
Sondern weil sie Zweifel erlaubt haben.
Für mich persönlich war Erinnerungen an die Zukunft ein früher Auslöser, Dinge nicht einfach hinzunehmen.
Für Projekt Nordmark ist Präastronautik bis heute ein visuelles und kulturelles Spannungsfeld.
Nicht als Wahrheit.
Sondern als offener Gedanke.
Und genau so sollte man von Däniken lesen – auch rückblickend.